Für die Bedienung des digitalen Tachographen benötigen die Fahrer eine auf ihre Person ausgestellte Fahrerkarte. Die Chipkarte registriert alle Fahrer-Aktivitäten in Bezug auf die EG-Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeiten) und muss persönlich bei den zuständigen Behörden beantragt werden.

Laut Tachographenhersteller ist die Fahrerkarte mit allen zugelassenen digitalen EG-Kontrollgeräten kompatibel. Sie ist fünf Jahre gültig und schlägt laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) derzeit mit Preisen zwischen 32 und 42 Euro zu Buche. Dieser Rahmen setzt sich zusammen aus Kostenanteilen für das KBA und denen der Bundesländer.

Die Fahrerkarte speichert mind. 28 Tage Fahreraktivitäten. Nach dieser Zeitspanne werden die jeweils ältesten Daten überschrieben. Folgende Daten werden aufgezeichnet:

– Informationen über den ausstellenden Staat
– Dauer der Gültigkeit und Ausstellungsdatum
– Name, Geburtsdatum und Führerscheinnummer des Fahrers
– Die Benutzung des/der Fahrzeuge(s) betreffende Daten des Fahrers, Datum, Zeiten, behördliches Kennzeichen, Kilometerstand
– Aktivitäten des Fahrers, Datum, Zeit, gesamte gefahrene Strecke, Änderung der Aktivität sowie Anzahl an Fahrern
– Ereignisse, Fehler und Kontrollen

Defekt, Diebstahl oder Verlust

Da die Fahrerkarte persönlich auf den Fahrer ausgestellt wurde, ist er auch für die ordnungsgemäße Nutzung der Karte verantwortlich. Die Chipkarte kann nach Angaben des Bundesamts für Güterkraftverkehr (BAG) eingezogen werden, wenn die Karte gefälscht wurde, ein anderer Fahrer sie benutzt bzw. benutzt hat oder die Karte unter Vortäuschung falscher Tatsachen oder gefälschter Dokumente erschlichen wurde.

Bei Beschädigung oder Fehlfunktion muss die Fahrerkarte der zuständigen antragsbearbeitenden Stelle zurückgeben. Fahrer dürfen ohne Karte dann höchstens 15 Kalendertage weiterarbeiten bzw. während eines längeren Zeitraums, wenn dies für die Rückkehr des Fahrzeugs zu dem Standort des Unternehmens erforderlich ist. Er muss aber nachweisen, dass es unmöglich war, die Fahrerkarte während dieses Zeitraumes vorzulegen oder zu benutzen.

Laut BAG muss der Fahrer einen Kartendiebstahl bei der zuständigen Polizeibehörde anzeigen sowie bei der zuständigen Behörde binnen sieben Kalendertagen Ersatz beantragen. Die Fahrt ohne Fahrerkarte darf nur während einer Periode von höchstens 15 Kalendertagen fortgesetzt werden. Am Ende der Fahrt müssen die Angaben über die Zeitgruppen, die das Kontrollgerät aufgezeichnet hat, ausgedruckt werden. Der Ausdruck muss dann mit Name und Nummer des Führerscheins oder Name und Nummer der Fahrerkarte sowie der Unterschrift des Fahrers versehen werden. Dieselbe Vorgehensweise ist bei Verlust der Fahrerkarte einzuhalten.

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